Chronik

1909 VEREINSGRÜNDUNG

Es war eine echte Pioniertat, als sich im Jahr 1909 etwa 20 bei der Stahlformgießerei Krautheim beschäftigte Sachsen und erstaunlicherweise auch fünf Allacher im Gasthaus Hammerschmid in Karlsfeld, wo auch die erste Turnhalle stand, zusammenfanden und die „Freie Turnerschaft Allach“ gründeten. Von einem Gründungsmitglied ist folgender Ausspruch überliefert: „Den Verein hab´n wir Deutsche und d ‚ Sachs’n ´gründ´t!“ Und so zeigt sich, dass ohne die Ansiedlung der Fa. Krautheim und die Initiative ihrer mitgebrachten sächsischen Mitarbeiter wohl noch eine geraume Zeit bis zur Gründung eines Allacher Turnvereins vergangen wäre

1910

Der junge Verein stellte sich anlässlich seines 1. Gründungsfestes der Öffentlichkeit vor. Das Fest war ein durchschlagender Erfolg und ließ die Zahl der Turnbegeisterten so stark ansteigen, dass die Turnhalle in Karlsfeld bald zu eng wurde. Der „Alte Wirt“ in Allach, Josef Naßl, plante zu der Zeit einen Saalneubau und fügte diesem, als er von der Raummisere der Turner hörte, kurzentschlossen eine Turnhalle an.

1911

Die Turner zogen in die für damalige Verhältnisse geräumige Turnhalle um und so stand der Aufwärtsentwicklung des Vereins nichts mehr entgegen. Auch der 1. Weltkrieg von 1914-1918 konnte den Aufwärtstrend nur bremsen, nicht aber aufhalten. Obwohl die meisten Turner im wehrpflichtigen Alter waren und zur Wehrmacht eingezogen wurden, ruhte der Turnbetrieb während der Kriegsjahre nicht. Jungturner und Soldaten, die verwundet heimkehrten, hielten mit eisernem Idealismus durch, und so war es nach Kriegsende sofort möglich wieder einen geregelten Turnbetrieb aufzunehmen.

1922
Der Spielbetrieb wickelte sich zunächst auf einem Sportplatz ab, der süd-östlich des Allacher Waldes an der alten Ludwigsfelder Straße lag. In diesem Jahr wurde mit dem Bau des Sportplatzes an der „Allacher Alm“ begonnen. Der Grund war den Fußballern und Turnern von der Gemeinde Allach pachtweise zur Verfügung gestellt worden. Wie zu den Zeiten der Urväter rodeten Turner und Fußballer gemeinsam den Wald, fällten Bäume und entwurzelten Baumstöcke. In vielen unbezahlten Stunden wurde von den Vereinsmitgliedern Kies angefahren und der Platz mit Humus einplaniert.

1924

Die Fußballabteilung machte sich aus politischen Gründen als F.C. Allach selbständig. Die Jugendarbeit trug bereits Früchte und so gaben die Fußballer bald einen vielbeachteten, spielstarken Gegner ab, der die Konkurrenz der Nachbarvereine nicht mehr zu fürchten brauchte. Der Sportplatz, auf dem auch eine 100 m-Laufbahn angelegt worden war, wurde eröffnet, der Spielbetrieb aufgenommen. Fünf Jahre nach der Einweihung des Sportplatzes sollten sich die Turner und Fußballer diesen mit Kameraden einer anderen, noch sehr jungen Sportart, nämlich den Handballern, teilen.

1929
Im Spätsommer des Jahres 1929 gründete der Wöllinger Hias in der Freien Turnerschaft eine Handballmannschaft. Als der Hias mit einigen Turnkameraden das Training aufnahm, sprach sich das in Allach schnell herum. So dauerte es dann auch nicht lange, bis sich zu dem ersten Häuflein Handballenthusiasten einige weitere interessierte, junge Männer gesellten: Die erste Allacher Handballmannschaft war geboren. Als sich diese Mannschaft mit Freundschaftsspielen einer neugierigen Zuschauerschaft vorgestellt hatte, wurde der Zulauf so groß, dass noch im gleichen Jahr eine Jugendmannschaft und im darauffolgenden Jahr bereits eine 2. Mannschaft sowie eine Schülermannschaft aufgestellt werden.

1931
Auch die Damenwelt war von der neuen Sportart so begeistert, dass schon in diesem Jahr eine Handball-Damenmannschaft gegründet werden konnte.

1933
Durch die Machtübernahme Hitlers wurde die hoffnungsvolle Entwicklung des deutschen Sports in andere Bahnen gelenkt. Der deutsche Sport wurde gleichgeschaltet. Die Sportfachverbände wurden als Fachsäulen in den deutschen Reichsbund für Leibesübungen überführt, der sich dann 1938 national-sozialistischer Reichsbund für Leibesübungen nannte. Die Arbeitersportvereine, die Sportorganisationen der kath. Jugend (Deutsche Jugendkraft) und die sog. Rotsportvereine wurden kurzerhand aufgelöst. So konnte nach 1933 als einziger Verein in Allach die Turn- und Sportgemeinde Allach-Untermenzing bestehen bleiben. Dieser „bürgerliche“ Sportverein war im Jahre 1927 auf Initiative von Ludwig Bolland gegründet worden. Hier sammelten sich nun alle am Sport interessierten Kräfte, spielten Fußball, Handball, Faustball, trieben Leichtathletik und turnten. Die aktiven Handballer der ebenfalls verbotenen „ Freien Turnerschaft“ traten fast geschlossen zur Turn- und Sportgemeinde über. Auch viele aktive Fußballer des F.C. Allach schlossen sich nach und nach an und verstärkten die dort bestehende Fußballmannschaft. Nach dem Ausbruch des 2. Weltkriegs am 03. September 1939 erlahmte das sportliche Leben der Handballer mehr und mehr, bis es schließlich völlig einschlief. Die Fußballer gehörten dagegen zu den wenigen Vereinen, die während des Krieges den Spielbetrieb mit Freundschaftsspielen aufrecht erhielten.

1938/39
Der Verein zog in die Naßlstraße um, nachdem der Sportplatz an der Allacher Alm Gleisbauarbeiten zum Opfer gefallen war. Bei dem neuen Vereinsheim handelte es sich um eine Baubaracke der Fa. Sager und Wörner, die im Laufe der Zeit zu einem schmucken Vereinslokal mit Wirtswohnung, drei Umkleidekabinen, Geräte –und Duschraum ausgebaut wurde.

1945
Nach der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches am 08. Mai 1945 fanden im Rahmen eines Turniers bereits Ende des Monats wieder Fußballspiele zwischen 1860 München, Bajuwaren, dem Straßenbahnsportverein – München und dem Gastgeber Allach – Untermenzing statt.

1946
Vor allen anderen Abteilungen fasste die Fußballabteilung nach Kriegsende wieder Tritt und nahm den Spielbetrieb auf. Die Handballer mussten ganz von vorne beginnen, war doch die Hälfte ihrer 1. Mannschaft im Krieg gefallen. Im Frühjahr war es da wiederum der Wöllinger Hias, der die Initiative ergriff. Sozusagen durch Mund-zu-Mund-Propaganda trommelte er eine neue Mannschaft zusammen. Es ging nicht nur weiter, allen Missständen zum Trotz ging es sogar bergauf. Dazu trug wesentlich ein für die Allacher glücklicher, für die Betroffenen unseliger Umstand bei. Der kriegsbedingte Flüchtlingsstrom führte Familien aus Oberschlesien und dem Sudetengau auch nach Allach. Darunter waren sportinteressierte junge Frauen und Männer, die vor allem Anschluss suchten und bei den Handballern auch fanden. Die noch lange Zeit mehr liebevoll als ernst gemeint von ihren Freunden „Flüchtlinge“ gerufenen jungen Männer waren eine echte Verstärkung für die 1. Mannschaft, sowohl in sportlicher als auch kameradschaftlicher Hinsicht.

1947/48
Die 1. Fußballmannschaft wurde 1947 A-Klassenmeister und stieg in die Kreisklasse auf. Bereits im nächsten Jahr musste sie aber bereits wieder den Rückweg in die A-Klasse antreten. Die Fußballjugend wurde Gruppenmeister. Mit dem Bau des Vereinsheimes an der Naßlstraße, kurz „Hütt´n“ genannt, wurde begonnen. Die Wege der einzelnen Abteilungen führten wieder zusammen. Die Fußballer hatten zunächst den F.C. Allach, die Turner und Handballer den TSV Allach neugegründet. Am 17. Januar 1948 schlossen sich beide Vereine zur „Freien Turnerschaft Allach“ zusammen, die sich bald TSV München – Allach 09 nannte und in das Vereinsregister eintragen ließ.


1949

Die 1. Handballmannschaftder Herren errang die Kreismeisterschaft und Münchner Hallenmeisterschaft. Die Handballdamen siegten in der Münchner Gruppenmeisterschaft.

In den nächsten Jahren spielte die „Erste“ der Handballer mit wechselndem Erfolg in der Kreisliga bzw. in der Münchner Hallenrunde.

Die einst so erfolgreiche Elf konnte, nachdem zwei ihrer besten Spieler ausgewandert waren und andere Spieler ihre Laufbahn beendet hatten, nicht mehr an frühere Leistungen anknüpfen. Es folgte Stagnation und 7 Jahre später der absolute Tiefpunkt.


1950
Am 06. August fand im „Naßlsaal“ ein Festabend anlässlich des 40-jährigen Vereinsbestehens statt. Darbietungen der Männerriege und des Magiers Wilhelmy , Chorgesänge des Männergesangsverein Allach, ein Holzhackertanz, aufgeführt von der Damenturnriege, und eine Musikkapelle bestritten das Jubiläumsprogramm.
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1951
Die 1. Fußballmannschaft errang die A-Klassenmeisterschaft und trat den Aufstieg in die 2. Amateurklasse an. Die Jugendfußballer schafften die Gruppenmeisterschaft.
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1952

Die 1. Fußballmannschaft stieg wieder in die A- Klasse ab.
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1953

Dem Abstieg folgte ein sehr erfolgreiches Jahr für die Fußballer: Die 1. Mannschaft wurde Oberbayerischer Pokalmeister, die Schülermannschaft Kreismeister und die Jugendmannschaft Gruppenmeister.
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1957

Anfang der 50er Jahre wurde die Fußballabteilung durch Planungen der Stadt München aufgeschreckt: Die Trasse der Würmparallele sollte durch den Sportplatz führen. Bereits zum drittenmal in der Vereinsgeschichte musste ein Sportplatz aufgegeben und nach einem Ersatzgelände Ausschau gehalten werden.
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1958

Die 1. Mannschaft der Handballer stieg im Feld in die A-Klasse ab. Während so der Blick in die Zukunft für die 1. Mannschaft wenig erfolg verheißend war, bahnte sich das an, was man heute rückblickend als ein kleines „Allacher Handballwunder“ bezeichnen kann.
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1959

Der Verein feiert das 50-jährige Bestandsjubiläum zugleich mit dem Baubeginn des neuen Vereinsheimes an der Enterstrasse 55.
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1960

Die 1. Handballmannschaft wurde im Feld A-Klassenmeister und stieg in die Bezirksklasse auf.
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1961

Die Fußballschüler wurden erneut Gruppen- und Kreismeister.
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1962

Die „Erste“ der Handballer stieg in die Bayerische Hallenliga auf und fand sich plötzlich im Verein mit so prominenten Mannschaften wie dem TSV Ansbach, dem TSV Zirndorf und dem 1. FC Nürnberg.
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1963

Die Handballerste musste zwar wieder den bitteren Weg zurück in die Landesklasse antreten, doch dieser Abstieg sollte sich nur als kleiner Schönheitsfehler erweisen.
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1964

Der Sportplatz an der Enterstraße wurde mit einem Festabend in der Schießstätte am 15. August eingeweiht. Fast 9.000 von den Mitgliedern freiwillig geleistete Arbeitsstunden zeugten von einem beispielhaften Idealismus und Gemeinschaftsgeist.
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1965/66

Während bei den Handballmannschaften der Schüler, Jugend und der Damen, die im Vorjahr noch einmal Münchner Feldmeister werden konnten, in den folgenden Jahren ein Leistungsrückgang eintrat, wurde die „Erste“ zum Aushängeschild des Vereins:Sie schaffte nach dreimaligem Anlauf den Aufstieg in die Bayernliga im Feld und den Wiederaufstieg in die Bayerische Hallenliga.
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1968/69

Die Feldsaison 1968 brachte den Handballern den nächsten Höhepunkt. Die 1. Mannschaft stieg, nachdem erstmals in der Geschichte des Vereins die Bayerische Meisterschaft gewonnen werden konnte und sie aus den Aufstiegsspielen als Sieger hervorgegangen war, in die Süddeutsche Feldhandballregionalliga auf und in der Hallensaison konnte sie zum zweitenmal den Titel eines Bayerischen Meisters erringen.
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1970/71

In dieser Saison wanderten die beiden besten Spieler der 1. Handballmannschaft zu anderen Vereinen ab. Die entstandene Lücke konnte durch die „Verpflichtung“ neuer Spieler geschlossen werden und so sah man dem kommenden Spieljahr zuversichtlich entgegen.
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1972/73

Das Olympiajahr bescherte Allach die Städt. Sporthalle an der Eversbuschstraße. Nun hatte der Verein, insbesondere die Turner und Handballer, endlich die lang ersehnte Halle und man konnte erwarten, dass sich der nun mögliche geregelte Trainingsbetrieb und der erstmals in der Halle gegebene echte Heimvorteil positiv auf die Spielstärke der Mannschaften auswirken würden.
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1973/74

Die Feldhandball-Bundesliga wurde aufgelöst.

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1974

Die 1. Handballmannschaft stieg aus der Hallenhandball-Regionalliga Süd ab.
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1975

Lange Zeit konnte die Fußballabteilung keine Erfolge ihrer 1. Mannschaft mehr feiern. Jahr um Jahr hatte sie gehofft, dass sich die „Erste“ endlich den Traum der A-Klassenmeisterschaft erfüllen würde. Und in diesem Jahr war es endlich so weit. Doch wie es der Teufel will, ein Wermutstropfen fiel in den Freudenbecher!
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1976

Die 1. Handballmannschaft belegte im Kleinfeld den 1. Platz in der A-Klasse.
Die A-Jugendmannschaft schaffte in der Halle den Aufstieg in die Landesklasse Süd.
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1977

Waren schon die Entscheidungsspiele um den Aufstieg für die Fußballer eine bittere Enttäuschung, so sollte es für sie noch schlimmer kommen:
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1978

Die Fußball – B – Jugend wurde Gruppenmeister.
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1979

In feierlichem Rahmen fand im Dachauer Schlosssaal ein Festabend anlässlich des 50-jährigen Bestehens derHandballabteilung statt.
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1980/81

Die 1. Mannschaft der Fußballer schaffte endlich der Wiederaufstieg in die A -Klasse.
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1982

Der große Traum der Fußballer wurde wahr: Die Mannschaft schaffte die A-Klassenmeisterschaft und stieg in die Bezirksliga auf. Josef Probstmeier wird mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt München ausgezeichnet
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1983

In der Halle marschierten die Handball-Damen von der B-Klasse bis in die Kreisliga, wurden aber im Kleinfeld wieder in die B-Klasse zurückgeworfen. Im darauffolgenden Jahr mussten sie auch in der Halle wieder den Weg in die A-Klasse antreten.
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1984

75 Jahre TSV Allach 09 e.V.
Den Veranstaltungsreigen eröffneten die Fußballer bereits am 5. Juni, die den frischgebackenen Deutschen Pokalsieger 1984, die Bundesligamannschaft des FC Bayern München, zu einem Freundschaftsspiel eingeladen hatten.
Was war das für ein Knüller: Der Bezirksligist Allach trotzte dem Pokalsieger und Bundesliga-Spitzenteam der „Roten“ FC Bayern München ein sensationelles 5:5 (1:4)-Unentschieden ab!
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1985

Seit dem Aufstieg der 1.Fußballmannschaft in der Saison 1981/82 hatte man das Ziel, sich in den nächsten Spielzeiten im oberen Tabellendrittel festzusetzen und nach einer „Schnupperphase“ erneut zuzuschlagen.
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1986

Die 1. Fußballmannschaft wird Meister der Bezirksliga Gruppe Nord. Der Aufstieg in die Landesliga Süd scheitert jedoch in der Relegation am TuS Raubling im Elfmeterschießen (12:13) und im 2.Spiel am TSV Ottobrunn, ebenfalls im Elfmeterschießen (5:6).
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1987

Nach dem Motto „Auf ein Neues“ wurde die 1. Fußballmannschaft in dieser Saison wieder Meister der Bezirksliga Nord und stieg nach dem Sieg im Relegationsspiel in Wasserburg gegen Freilassing (1:0) in die Landesliga Süd auf.
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1988

Im ersten Jahr der Zugehörigkeit zur Fußball-Landesliga fehlteder Mannschaft lediglich ein mickriges Pünktchen zum Klassenerhalt und so musste man den Abstieg in die neugegründete Bezirksoberliga antreten.
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1990

Die Damenmannschaft der Handballer steigt in die A-Klasse auf.

1993

Der Bezirksliga ade sagten die Fußballer, weil sie in Kranzberg die letzte Möglichkeit trotz Pausenführung noch mit 1:2 „vergeigten“ und wieder nur ein Punkt zum Klassenerhalt fehlte. So fand sich die 1. Fußballmannschaft verdientermaßen selbstverschuldet in den Niederungen der A – Klasse wieder.

1994

Die beiden punktgleichen Fußball-Mannschaften des TSV Allach 09 und des TSV Dachau 1865 bestreiten in Untermenzing das Platzierungsspiel um den Relegationsplatz. Nach 90 Minuten und auch nach der Verlängerung steht es Remis und so gibt es wieder einmal ein Elfmeterschießen, in welchem die Kleeblättler die Oberhand behielten. Das Relegationsspiel gegen die Eintracht aus Freising in Neufahrn ging dann leider mit 2:4 verloren.

1995

Auch in diesem Jahr belegte die 1.Fußball-Mannschaft des TSV Allach 09 den aufstiegsberechtigten Relegationsplatz 2. Das erste Relegationsspiel gegen Wolnzach wurde in Pfaffenhofen gewonnen und es kam zum Aufeinandertreffen zwischen den Kleeblättlern und dem FSV Harthof in Feldmoching.
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1996

Nach acht erfolglosen Jahren in der Bezirksliga, kam es für die 1. Mannschaft der Handballer noch schlimmer: Sie stieg in die Kreisklasse ab.


1998

Der Bayerische Fußballverband restrukturiert die Amateur Fußballklassen. Die 2.Mannschaften eines jeden Vereins sind ab der Saison 98/99 aufstiegsberechtigt und bekommen somit den Status einer 1.Mannschaft

Die 1.Mannschaft der Kleeblättler spielt nunmehr in der Kreis-Liga (ehemals A-Klasse) und die Reserve in der B-Klasse, die aber zwei Stufen tiefer als die ehemalige B-Klasse anzusiedeln ist, also noch unter der ehemaligen C-Klasse liegt.

Durch diese Umgruppierung war es natürlich vorprogrammiert, dass über kurz oder lang die Koordination mit Vorspielen der Reserve am selben Spielort bzw. Spieltag nicht mehr gegeben war und die Attraktivität der Heimspieltage arg darunter litt.

Die Handball- A-Jugendmannschaft wurde Oberbayerischer Jugendmeister.


1999

Zum 90-jährigen Gründungsfest des Vereins wurde auf der Sportanlage an der Enterstraße ein Festzelt errichtet, in dem die Feierlichkeiten mit einem Disco-Abend für die Jugend eröffnet wurden.

Es folgten an den nächsten Tagen Jugend –und Seniorenspiele der Fußballer und Handballer, ein großes Spielfest für Jung und Alt sowie ein Festabend im Bierzelt. Das Fest endete mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Maria Himmelfahrt.

Der im Jubiläumsjahr gehegte Optimismus bei den Handballern erwies sich als berechtigt. Die 1. Mannschaft belegte den 1. Platz in der Bezirksklasse und schaffte damit den Sprung in die Bezirksoberliga.

Dieser Erfolg war das Verdienst altbewährter Nachwuchsarbeit, setzte sich doch die Mannschaft, bis auf zwei Ausnahmen, ausschließlich aus Spielern der A-Jugend zusammen, die im Vorjahr die Oberbayerische Meisterschaft erringen konnte.


2000

Verselbstständigung der Turn- und Handballabteilung und der Fußballabteilung

Am 29. November wurde im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung u. a. folgender Entschluss gefasst, der in der Urkunde des Notars Kärtner vom gleichen Tag, unter der URNr. 3270, seinen Niederschlag fand:

Der TSV München-Allach 09 e.V. überträgt die bisherige, rechtlich unselbstständige Turn -und Handballabteilung im Wege der Abspaltung zur Neugründung auf den TSV München-Allach Turnen- und Handball 1909 e.V.

Der Zweck der Abspaltung fand seine Begründung in dem Gedanken, dass sich die Turn- und Handballabteilung aufgrund ihrer Größe, ihrer sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten sowie ihrem finanziellen Engagement als eigener Verein organisieren soll.

Die Rechte der Fußballabteilung blieben von dieser Neugründung unberührt.

Die Fußballabteilung firmiert nach der Abspaltung zwar unter demselben (altem) Namen, TSV Allach 09 Fußball e.V., jedoch als nunmehr selbständiger Verein mit eigener Satzung und Registergerichts-Eintragung.

Die Immobilie Vereinsheim und die zugehörige Liegenschaft an der Enterstraße 55 gehen voll in den Besitz des Fußballvereins über. Die gewählten Organe der „alten“ Fußballabteilung sind auch die neuen Verantwortlichen im „neuen“ Verein.

Die C-Jugend Fußballer werden Meister in der Kreis-Klasse und steigen in die Kreis-Liga auf. Mittlerweile sind 10 Jugendmannschaften im Spielbetrieb und der Zulauf ist weiterhin enorm.


2001

Die B-Jugend Fußballer werden Meister in der Kreis-Klasse und steigen in die Kreis-Liga auf.


2002

Die 1.Fußballmannschaft steigt aus der Kreis-Liga in die Kreis-Klasse ab.

Es ist der bisher tiefste Fall der „Kleeblätter“ in der Nach-Kriegs-Ära, denn durch die Um- und Restrukturierungs-Maßnahmen und der damit verbundenen Aufstiegsberechtigung auch für 2. Mannschaften wurde die Ligastruktur aufgebläht und praktisch degeneriert. Siehe auch Anmerkung Jahr 1998.


2004

Die A-Jugend-Fußballer werden überlegen Meister. Unglücklicherweise wurden gerade in dieser Saison Relegationsspiele um den Aufstieg in die Jugend-Bezirks-Oberliga anberaumt, die beide leider nicht gewonnen wurden und so unsere aufstrebenden A-Jugendlichen um das Wohl ihres sportlichen Bemühens brachten. Die C- und die D1-Jugend werden in dieser Saison ebenfalls Meister. Während die C-Jugend in die Kreis-Liga aufstieg, verlor die D1 ihr Relegationsspiel und verblieb in der Kreis-Klasse.


2006

Die 1.Fußballmannschaft wird Zweiter in der Kreis-Klasse 1 und nimmt an der Relegation teil. Durch ein 2:0 (0:0) gegen Kermelik Spor auf dem Sportgelände der SpVgg Hebertshausen steigen die Kleeblätter wieder in die Kreis-Liga auf. Endlich wieder eine etwas höhere Spielkultur an der Enterstraße.

Auch die 2. Mannschaft spielt um den Aufstieg, scheitert jedoch im entscheidenden Spiel in Hebertshausen gegen Erdweg mit 0:1 in der Verlängerung.

Die C-Jugend landet auf dem normalerweise aufstiegsberechtigten 2. Platz, der jedoch durch Neureglementierung des Aufstiegs seitens des BFV leider nicht mehr zum Aufstieg berechtigte.

Das Kreisfinale im Jugend-Merkur-Cup findet am Sportgelände an der Enterstraße unter sehr großer Zuschauerresonanz einen würdigen Rahmen. Die gute Organisation sprach sich herum und so veranstaltete die „Hansi Dorfner-Fußballschule“ auf unserem Gelände eine dreitägige Exkursion mit Zeltlager für angehende Jugendspieler- und -spielerinnen.


2007

Was Hansi Dorfner kann, können wir auch, dachte sich der Trainerstab der Fußball-Jugendabteilung und organisierte in Eigenregie, mit eigenen Ideen und viel Enthusiasmus ebenfalls ein dreitägiges Trainingscamp für Jugendliche, welches ein voller Erfolg wurde und zudem der Jugendkasse erfreulich gut tat.

Im Rahmen der Stadtteilwoche der Landeshauptstadt München fanden zahlreiche Fußball-Turniere sowohl der Senioren wie auch der Jugend an der Enterstraße statt. Sportlich wie auch wirtschaftlich kann diese gut organisierte Veranstaltung nur gelobt werden und sollte sich aus heutiger Sicht zum Dauerbrenner entwickeln.


2008

Die 1.Fußballmannschaft verfehlte mit Platz 3 in der Kreis-Liga 1 den Relegationsplatz. Das Fußball-Jugendcamp erfährt unter großer Beteiligung seine Wiederholung. Im Mai wird mit großem finanziellen Aufwand und viel Eigenarbeit eine Sportplatz-Beregnungsanlage verlegt und in Betrieb genommen. Sie ermöglicht in der Trockenperiode alle drei Plätze, gespeist aus dem eigenen Grundwasser-Brunnen, zu berieseln. Die Investition hat sich spieltechnisch bereits im ersten Jahr bewährt, denn so eine Grünfläche hatten die Spieler schon lange nicht mehr zu ihrer Verfügung und der Platzwart freut sich auch.


2009

Die 1. Fußballmannschaft hat den (heimlich) erstrebten Aufstieg im Jahr des 100-jährigen Bestehens des TSV Allach 09 in die Bezirksliga nicht realisieren können. Zu viele Punkte wurden in allerletzter Minute noch vergeben. Die 2. Mannschaft hingegen schaffte den Aufstieg in die A-Klasse.


2010

Die 1.Mannschaft Muss im ersten Relegationsspiel gegen Moosinning antreten und gewinnt knapp mit 1:0. Zum entscheidenden Spiel gegen den Bezirksliga Vorvorletzten Phönix Schleißheim auf dem Gelände des ASV Dachau müssen die Kleeblätter leider ersatzgeschwächt antreten und verlieren den möglichen Aufstieg klar mit 2 : 5 Toren. Die 2.Mannschaft hingegen schafft den Aufstieg in die A-Klasse.


2012

Der seit neunzehn Jahren aus den „Niederungen“ des Amateurfußballs ersehnte Aufstieg in die Bezirksliga ist perfekt. Nachdem die 1.Mannschaft einen 9-Punktevorsprung fast vergeigte, zeigte sie im letzten Spiel gegen den SV Petershausen endlich wieder die vorherige Form und sicherte sich nach souveränem Spiel den Aufstieg in die Bezirksliga.

Keiner ahnte im Jahre 1993, dass es nach dem 0:1 in Kranzberg und dem damit verbundenen Abstieg in die A-Klasse geschlagene 19 Jahre dauern sollte, dass man wieder Bezirksliga-Luft schnupperte.

Und bei dem Schnuppern soll es nicht bleiben. Mit einer soliden Leistung in der Hinrunde 2012/2013 schufen sich die Kleeblätter mit 24 Punkten eine Basis, die den Fortbestand in der Bezirksliga sichern sollte. Freilich bedarf es in der Rückrunde einer ebensolchen Leistung, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Das Zeug dazu hat die Mannschaft allemal, wenn sie nur vom Verletzungspech halbwegs verschont bleibt.

Auch die erst ein Jahr zuvor gegründete 3.Mannschaft stieg in die B-Klasse auf. Ein Double, das zu feiern es sich wirklich lohnte und dementsprechend war auch die Stimmung im und um das Vereinsgelände. Glückwunsch den beiden Mannschaften und ihren Verantwortlichen.


2013

Leider beginnt die Saison der „Ersten“ nicht besonders erfreulich so, dass sie sich nach dem Ende der Hinrunde auf den letzten Tabellenplätzen befinden.

Mit dem „MSC“ Munich Soccercamp, eine Fußballschule der ehemaligen Profis von 1860, Paul Agostino, Roman Tyce, Patrick Ghigani und Michael Hoffmann beginnt die TSV Allach 09 eine Partnerschaft in Form von professionell veranstalteten Fußball-Camps und Fördertrainings.


2014

Durch einige Abgänge und verletzte Spieler kämpfte die 1.Mannschaft äußerst glücklos (9 der 13 Hinrundenspiele verlor man mit nur einem Tor Unterschied) und verabschiedet sich aus der Bezirksliga.
Im Juli veranstaltet die TSV Allach 09 eines der größten Jugend-Fußballturniere, den 1. hapa Fußball-Cup mit 76 Mannschaften aus ganz Bayern.


2015

Mit dem neu installierten Spielertrainer-Duo Krimmer Florian (trotz seiner Jugend schon ein Urgestein an der Enterstrasse) und Bastian Scholz hofft die Erste Mannschaft in der Kreisliga München 1 sofort wieder Fuß zu fassen. Nach etwas holprigem Start zeigt die neuformierte Mannschaft aber zunehmend Stabilität. An einen sofortigen Wieder- Aufstieg zu denken ist es aber zu vermessen. Doch das mittelfristige Ziel ist natürlich wieder der gehobenere Fußball-Amateurbereich.

Bei der Mitgliederversammlung am 26.02.2015 beschließen die Mitglieder mehrheitlich auf dem aktuellen Trainingsplatz einen Kunstrasen anzulegen. Die Finanzierung hierüber soll über eine Sonderumlage sowie Fördermittel der Stadt München und BLSV abgewickelt werden.


2016

Das Trainergespann Krimmer/Scholz hat trotz der gegebenen Umstände (Abgänge, Verletztenliste) sehr gute Arbeit abgeliefert. Berufliche  und familiäre Gründe (Krimmer) und sportliche Veränderungen (Scholz) waren der Anlass, dass sie die sportliche Leitung abgaben. Der Verein wurde in der Person des ambitionierten und erfahrenen Fußballlehrers Ljuban Krivosija schnell fündig. In der ersten Saison seiner Tätigkeit gelang ihm trotz der sehr langen Verletzung des Stammtorhüters und Erfolgsgaranten Ulli Stadler – das übrige Team nicht zu vergessen – fast der Relegationsplatz zur Bezirksliga. Ein weiteres Novum hielt beim TSV Allach 09 Einzug. Die Anstoßzeiten der 1.Mannschft wurden mit der 2.Mannschaft getauscht: und zwar von 14.30 Uhr auf 13:00 Uhr. Die Grundidee dazu war, dass sich die „Bankdrücker“ der 1.Mannschaft Spielpraxis in der 2. Mannschaft holten, die danach spielte. Die Idee ist zwar absolut nachvollziehbar, doch sie sorgte für einigen Unmut unter den Fans.


2017

Der Kunstrasenplatz rückt allmählich näher. Er soll voraussichtlich im Herbst 2018 eingeweiht werden. Die rührige Vorstandschaft unter Max Ostermann und vor allem 2. Vorstand Farhid Habibi, sowie natürlich die Mitglieder, die vier Jahre lang eine Sonderumlage leisten, freuen sich schon auf die Fertigstellung. Ein Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des TSV Allach 09.

 

Auf geht’s TSV Allach 09, auf eine glorreiche  Zukunft!

 


DIE AUTOREN

Dieser Chronik liegen die Aufzeichnungen des (Alt-) Chronisten Helmut Morlok (Gesamtverein bis 1999) zugrunde. Die Chronik der Fußball-Abteilung ab 1986 hat Hermann Rassinger zum Verfasser, wobei ihm Aufzeichnungen des Ehrenvorstandes Josef Probstmeier † sehr behilflich waren.


EPILOG

Vorerst endet hier die aus Sicht der Chronisten natürlich subjektiv wiedergegebene Chronik der (bis zur Trennung) Turner und Handballer einerseits, und der Fußballer andrerseits.

Vieles in dieser Chronik konnte natürlich nur umrissen werden und erhebt selbstverständlich weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch eine durchgehende Darstellung aller Ereignisse, welche sich im Laufe von 100 Jahren seit der Gründung des Vereins zugetragen haben.

Allein die Aufzählung aller Erfolge der Schüler- und Jugendmannschaften würde etliche Seiten der Chronik füllen, ganz zu schweigen von den Erfolgen der 2. Mannschaft, der 1b und der AH sowie der Senioren II. Ebenso unerwähnt bleiben die Namen der Funktionäre, die die Vereinsgeschichte entscheidend geprägt haben, die Jugendtrainer und -betreuer, Einkassierer, Schiedsrichter etc. und vor allem Helfer, die in unzähligen freiwilligen Stunden ihre Freizeit opferten und opfern, um dem Verein Kosten zu sparen. Allein für den Bau des Vereinsheimes an der Enterstraße wurden annähernd 9.000 Arbeitsstunden von den Mitgliedern für ein „Vergelt’s Gott“ geleistet.

Auch die vielen im Laufe eines Jahres veranstalteten und sich wiederholenden gesellschaftlichen Ereignisse, die wie Familienfeste in freundschaftlicher, ja kameradschaftlicher Atmosphäre „zelebriert“ wurden und immer noch werden, finden hier nur eine pauschale Erwähnung. Und so bleibt den Chronisten nur die dankbare Aufgabe, all diesen Leuten im Namen der (hier nur der Fußballabteilung) jetzigen Führung des Fußballvereins TSV München-Allach 1909 e.V. ein inniges und herzliches „Dankeschön“ auszusprechen, versehen mit der Bitte, diesen unseren Verein auch in Zukunft helfend, in welcher Form auch immer, unter die Arme zu greifen.